Betriebsbesichtigung der Firma Otto Glas Handels-GmbH

Eggenfelden, 05.06.2019

2019 ottoglas

Bei einem Besuch der Wirtschaftsjunioren Rottal-Inn bei der Firma Otto Glas Handels-GmbH in Eggenfelden lernten die Jungunternehmer einen technischen Großhändler kennen, der in den drei Sparten Industrietechnik, Kfz-Verschleißteile und Werkstattausrüstungen tätig ist. Gegründet wurde der Vollsortimenter und Lösungsanbieter 1955 von Otto Glas, dem Vater der heutigen Inhaber Dieter und Peter Glas. Das Unternehmen hat sieben Niederlassungen in Deutschland und Österreich. Je nach regionaler Branchenstruktur verfügen diese über unterschiedliche Schwerpunkte. „So können wir vor Ort schnell auf kundenspezifische Bedürfnisse eingehen“, erklärt Peter Glas. Die eigene Fahrzeugflotte ist der Qualitäts- und Flexibilitäts-Garant des Unternehmens, betont der Geschäftsführer. Der firmeneigene Fuhrpark umfasst gut 80 Lieferfahrzeuge. Die bei Glas fest angestellten Fahrer beliefern Kunden mehrmals täglich mit der gewünschten Ware und vernetzen die Niederlassungen mit dem Zentrallager. Wählen können die Kunden aus den insgesamt 2,1 Millionen verschiedenen Artikeln im Sortiment, die unter anderem bei den „virtuellen Messen“ des Unternehmens entdeckt werden können. Dort kann man in der digitalen Welt nach Sonderangeboten stöbern oder Kataloge bestellen, ein laut Glas absolut einzigartiges Angebot. Ein weiteres wichtiges Standbein des Betriebs sind die beiden Online-Shops für die Bereiche Kfz- und Industrietechnik.

Das Unternehmen beschäftigt insgesamt über 200 Mitarbeiter. Die Geschäftsführung hält dabei am bewährten Prinzip von Firmengründer Otto Glas fest, Fachkräfte am besten selbst auszubilden. Derzeit absolvieren knapp 40 junge Mitarbeiter ihre Ausbildung bei Glas.

Bild: Geschäftsführer Peter Glas (5.v.l.) führte die WJ-Besuchergruppe durch seinen Betrieb.


Vortrag „Ein Jahr DSGVO – was ist übrig geblieben?“ sowie Betriebsbesichtigung der Netxp GmbH

Eggenfelden, 29.05.2019

2019 netxp

Ein Jahr nach Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) stand das Thema bei den Wirtschaftsjunioren Rottal-Inn auf der Agenda. Gastgeber war die Netxp GmbH aus Eggenfelden. Ein Standbein des IT-Unternehmens ist die Software Netxp-Verein, die Vereinen bei der Mitgliederverwaltung oder der Beitragserhebung unterstützt. Im Rahmen der kostenlos angebotenen Schulungen hat sich Vertriebsleiter Christoph Sperl intensiv in das Datenschutzthema eingearbeitet. In seinem praxisorientierten Vortrag zeigte der Referent einige noch umzusetzende Punkte auf, um den Anforderungen der DSGVO gerecht zu werden. „Aus Angst vor Abmahnungen haben die Unternehmen zuerst oftmals die Außenwahrnehmung angepackt“, erklärte Sperl. Also beispielsweise die Datenschutzerklärung auf der Homepage oder den datenschutzkonformen Newsletterversand. „Gerade bei den internen Abläufen gibt es aus meiner Sicht noch Handlungsbedarf“, resümierte Sperl. Zu diesen sogenannten technischen und organisatorischen Maßnahmen zählen unter anderem die verschlüsselte Datenweitergabe, die Datensicherung, der Passwortschutz oder die Organisation von Zugriffsrechten. Neu war den Wirtschaftsjunioren: Nicht nur das Gebäude muss über eine Alarmanlage geschützt sein, sondern auch USB-Buchsen im Büro bei Parteiverkehr. Was im Fall einer Datenpanne zu beachten ist und welche Strafen drohen bildete den Abschluss der Veranstaltung.

Groß geworden ist das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen durch den SMS-Versand, den Hilfsorganisationen, Regierungsstellen und Personen, die ihre Termine bestätigen wollen, nutzen. Daneben ist die Netxp GmbH ein B2B-Systemhaus: Das Angebot reicht von Laptop bis IT-Kommunikationsanlagen sowie Einrichtungs- und Wartungsservice.

Bild: In den neuen Räumen der Netxp GmbH vermittelte Vertriebsleiter Christoph Sperl (2.v.l.) den Wirtschaftsjunioren Rottal-Inn praxisorientierte Tipps zum Datenschutz im eigenen Betrieb.


Betriebsbesichtigung Gierl DCP GmbH

Arnstorf, 09.05.2019

2019 Gierl

Bei einem Betriebsbesuch der Gierl DCP GmbH lernten die Wirtschaftsjunioren Rottal-Inn ein Unternehmen kennen, das sich auf 3D-Drucken spezialisiert hat. „Der 3D-Markt entwickelt sich rapide weiter. Die Verfahren ändern sich laufend“, betont Geschäftsführer Stefan Gierl in seinen einleitenden Worten. Er zeigte einige Meilensteine des Unternehmens auf. Gestartet hat der gelernte Modell- und Formenbauer vor neun Jahren in seiner Garage mit dem ersten 3D-Drucker. Mittlerweile sind 25 weitere Geräte hinzugekommen, die am Standort in Arnstorf von 13 Mitarbeitern betreut werden. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung und Entwicklung von Produkten aus Kunststoffen aller Art, faserverstärkten Kunststoffen und Metallen spezialisiert. Die Kunden stammen insbesondere aus den Bereichen Medizin, Automobil, Militär sowie Luft- und Raumfahrt. Gedruckt werden Prototypen, aber auch Kleinserien. Neu war der Besuchergruppe die Möglichkeit des Einscannens von Produkten mittels Lasergeräten, um die nötigen Datensätze für die 3D-Drucker zu erhalten.

Ein weiteres Standbein der Gierl DCP GmbH sind Schulungen. „Es reicht nicht aus einen 3D-Drucker zu kaufen. Man muss auch wissen, wie man damit umgeht“, betont der Geschäftsführer. Bei dem anschließenden Rundgang lernten die Wirtschaftsjunioren die verschiedensten Verfahren und Produkte kennen. „Es gibt nichts, was nicht gedruckt werden kann“, bekräftigt Gierl. „Auch hinsichtlich der Größe ist man nicht begrenzt, da man die Einzelteile einfach zusammenfügen kann.“

Bild: Einen 3D-Drucker live erleben konnte die Besuchergruppe der Wirtschaftsjunioren Rottal-Inn bei der Gierl DCP GmbH in Arnstorf


Vortrag „Bitcoin, Blockchain & Co.“ und Betriebsbesichtigung der EBADU GmbH

Kirchdorf am Inn, 19.03.2019

2019 bitcoin

Bitcoin, Kryptowährung und Blockchain – Begriffe, die viele schon einmal gehört hat. Was sich dahinter verbirgt oder wie diese Technologien funktionieren, ist allerdings oft unklar. Einen guten Einblick in diese Themenfelder bekamen die Wirtschaftsjunioren Rottal-Inn bei einem Workshop unter der Leitung von Markus Baumgartner, Geschäftsführer der EBADU GmbH. Anhand eines konkreten Beispiels, der digitalen Währung Bitcoin, wurde die Funktionsweise der Blockchain erklärt. Die Transaktion eines Bitcoins von einer Person zur anderen verläuft nicht wie beim klassischen Bankensystem zentral über eine Stelle, sondern dezentral über eine Vielzahl von sogenannten „Miner“, die diese Aktion validieren und ausführen. „Die Kontrolle liegt daher bei der Mehrheit und nicht bei einer einzigen Organisation. Das macht das System absolut sicher“, nennt Baumgartner eines der Vorteile der Technologie. Alle Transaktionen werden in Echtzeit ausgeführt, werden gespeichert und sind öffentlich einsehbar, allerdings nicht veränderbar. Weitere Einsatzfelder liegen laut Baumgartner beispielsweise beim autonomen Fahren, im Smart Home, der Dokumentenverwaltung in der Logistik oder in der Datenspeicherung. „Das Potenzial für die Wirtschaft ist enorm hoch“, unterstreicht Bernhard Dufter, Gesellschafter der EBADU GmbH. „Noch steckt die Blockchaintechnologie allerdings in den Kinderschuhen – vergleichbar mit dem Internet im Jahr 1995.“ Abgerundet wurde die lehrreiche Abendveranstaltung durch interessante Einblicke in die Welt der über 1.500 Kryptowährungen.

Seit der Gründung im Jahr 2016 bietet die EBADU GmbH Software, Hardware und weitere Dienstleistungen im IT Bereich an. Unter der Marke „Cointek“ entwickelt und vertreibt das Unternehmen mit Sitz im Kirchdorf am Inn die für die Blockchain unverzichtbaren „Miner“. Ein weiteres Standbein ist das Hosting bzw. Housing dieser „Miner“ in den Wasserkraftwerken, um Strompreise zu sparen.

Bild: Die Organisatoren der Veranstaltung (v.l.) Alexander Schröder und Susanne Wasmeier bedankten sich bei Markus Baumgartner und Bernhard Dufter von der EBADU GmbH


Betriebsbesichtigung EFM Präzisionstechnik GmbH

Gangkofen, 20.02.2019

2019 EFM

Die erste Betriebsbesichtigung im Jahr 2019 führte die Wirtschaftsjunioren zur EFM Präzisionstechnik GmbH. Geschäftsführer Christian Pauli begrüßte die Besuchergruppe und stellte kurz den Werdegang vor, der 2005 mit dem Sprung in die Selbstständigkeit begann. Seitdem erfolgte ein kontinuierliches Wachstum: Aus Platzgründen musste öfters umgezogen und erweitert werden. Heute sind am Standort in Gangkofen 50 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Umsatz von fünf Millionen Euro erwirtschaften. Zur Nachwuchssicherung setzt der Betrieb auf die Ausbildung, allerdings stellt laut Geschäftsführer der hohe Trend zum Studium die Azubisuche vor große Herausforderung.

EFM fertigt Dreh- und Frästeile in höchster Präzision aus diversen Werkstoffen wie Edelstahl, Aluminium und Kunststoff und baut diese zusammen. Zu den Kernkompetenzen zählen die Laserbeschriftung von Bauteilen und das 3D-Messen. Die Kunden stammen aus den unterschiedlichsten Branchen, wie zum Beispiel der Luftfahrt und dem Filmkamerabau. Zudem bietet ein großes Fertigteillager den Kunden höchstmögliche Flexibilität. Artikel können mit Rahmenverträgen bestellt und später nach Bedarf abgerufen werden. Beim anschließenden Betriebsrundgang besichtigten die Wirtschaftsjunioren die Bereiche Lehrwerkstatt, Fertigung, Lager, Qualitätssicherung, Werkzeugverwaltung und Versand.

Bild: Von Halterungen für Helikoptersitze bis zu Einzelteilen einer Fotokamera – das Produktportfolio der EFM Präzisionstechnik GmbH beeindruckte die WJ-Besuchergruppe.