Betriebsbesichtigung der Ulrich Brunner GmbH

Eggenfelden, 05.02.2020

2019 krematorium

Passend zur kalten Jahreszeit fand die Auftaktveranstaltung bei einem Ofen- und Heiztechnikunternehmen statt, nämlich bei der Ulrich Brunner GmbH. Geschäftsführer Hubertus Brunner führte die rund 30-köpfige Besuchergruppe durch den Betrieb und zeigte dessen Entwicklung auf. Nur ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs gründete der gelernte Herdschlosser Martin Brunner gemeinsam mit seinem Bruder die „Herdfabrik Brunner Eggenfelden“, die beispielsweise das olympische Dorf 1972 in München mit Küchen ausstatteten. Sohn Ulrich Brunner begann 1979 mit der Fertigung von Kachelöfen-Einsätzen. Mit Hubertus Brunner ist nunmehr die dritte Generation im Familienunternehmen tätig. Zahlreiche Entwicklungen und Trends im Ofen- und Kaminbau tragen die Handschrift Brunners. „Hat man früher den Ofen nur als Heizobjekt gesehen, spielt bei Bauherren heute die Atmosphäre eine immer größere Rolle“, erläutert Hubertus Brunner die Trendentwicklung. „Besonders beliebt sind aktuell 3-seitig verglaste Kamine.“ 2013 ist mit der Konstruktion und dem Bau von Holzheizsystemen ein weiteres Standbein hinzugekommen. 15.000 Öfen verlassen jährlich das Unternehmen – der Großteil bleibt in Deutschland. „Wir haben hier eine große Holzheizkultur“, so der Geschäftsführer. Aber auch Österreich, Norwegen, Frankreich und selbst Japan sind wichtige Absatzmärkte. Besonders beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe von den Veranstaltungsräumen. Statt dem Besuch von Messen werden die Partnerbetriebe nach Eggenfelden eingeladen und dort die neuesten Öfen, Kamine und Holzheizkessel bei einem feierlichen Abend präsentiert. Ebenfalls auf dem Betriebsgelände zu finden ist die sogenannte „Zunftinsel“, in der Praxisschulungen für Ofenbauer stattfinden. Auch für Schlafplätze in berghüttenähnlichen Matratzenlagern ist dort gesorgt. Am Standort Eggenfelden sind allein in der Entwicklung und im Vertrieb rund 130 Mitarbeiter beschäftigt.

Bild: Der Kaminofen als Markenzeichen der Ulrich Brunner GmbH. Einblicke in das Unternehmen gewannen die Wirtschaftsjunioren bei einem Betriebsbesuch.