Betriebsbesichtigung Oskar Sachs Kunststoffbauelemente GmbH & Co.

Bad Birnbach, 27.07.2020

2020 Sachs

Nach der coronabedingten Zwangspause freuten sich die Wirtschaftsjunioren Rottal-Inn auf die nächste Betriebsbesichtigung. Fortgeführt wurde das Jahresprogramm bei der Oskar Sachs Kunststoffbauelement GmbH & Co., dem Produzenten für Fenster, Türen und Wintergärten aus Bad Birnbach. Inhaberin und Geschäftsleitung Gudrun Sachs führte die Besuchergruppe durch den Betrieb. Begonnen hat alles vor über 50 Jahren mit der Herstellung von Fenster und Türen aus Kunststoff. „Zu dieser Zeit waren wir Vorreiter“, so Sachs. Seit gut zehn Jahren werden auch Elemente aus Aluminium angeboten. Daher zählt die im letzten Jahr gebaute Halle für die Bearbeitung und Lagerung von Aluminium zu den jüngsten Investitionen des Unternehmens. Rund 80 Einheiten werden täglich in Bad Birnbach produziert, die von den 17 firmeneigenen Montage-Teams eingebaut werden. Die Gläser werden direkt auf der Baustelle eingesetzt. „Wir fertigen nach Maß und Auftrag und können alles aus einer Hand anbieten“, berichtet Sachs. Die Kunden befinden sich vorrangig in Nieder- und Oberbayern. Aktuell werden die Büro- und Sozialräume umgebaut. Mittlerweile zählt das Unternehmen am Standort 110 Mitarbeiter. Im 500 Quadratmeter großen Schauraum kann man sich über die abwechslungsreiche Vielfalt an Fenstern und Türen aus Kunststoff und Aluminium informieren. Hier fand auch der Ausklang der WJ-Veranstaltung statt.

Bild: Inhaberin Gudrun Sachs (4.v.l) gewährte der Besuchergruppe interessante Einblicke


Betriebsbesichtigung der Ulrich Brunner GmbH

Eggenfelden, 05.02.2020

2020 Brunner

Passend zur kalten Jahreszeit fand die Auftaktveranstaltung bei einem Ofen- und Heiztechnikunternehmen statt, nämlich bei der Ulrich Brunner GmbH. Geschäftsführer Hubertus Brunner führte die rund 30-köpfige Besuchergruppe durch den Betrieb und zeigte dessen Entwicklung auf. Nur ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs gründete der gelernte Herdschlosser Martin Brunner gemeinsam mit seinem Bruder die „Herdfabrik Brunner Eggenfelden“, die beispielsweise das olympische Dorf 1972 in München mit Küchen ausstatteten. Sohn Ulrich Brunner begann 1979 mit der Fertigung von Kachelöfen-Einsätzen. Mit Hubertus Brunner ist nunmehr die dritte Generation im Familienunternehmen tätig. Zahlreiche Entwicklungen und Trends im Ofen- und Kaminbau tragen die Handschrift Brunners. „Hat man früher den Ofen nur als Heizobjekt gesehen, spielt bei Bauherren heute die Atmosphäre eine immer größere Rolle“, erläutert Hubertus Brunner die Trendentwicklung. „Besonders beliebt sind aktuell 3-seitig verglaste Kamine.“ 2013 ist mit der Konstruktion und dem Bau von Holzheizsystemen ein weiteres Standbein hinzugekommen. 15.000 Öfen verlassen jährlich das Unternehmen – der Großteil bleibt in Deutschland. „Wir haben hier eine große Holzheizkultur“, so der Geschäftsführer. Aber auch Österreich, Norwegen, Frankreich und selbst Japan sind wichtige Absatzmärkte. Besonders beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe von den Veranstaltungsräumen. Statt dem Besuch von Messen werden die Partnerbetriebe nach Eggenfelden eingeladen und dort die neuesten Öfen, Kamine und Holzheizkessel bei einem feierlichen Abend präsentiert. Ebenfalls auf dem Betriebsgelände zu finden ist die sogenannte „Zunftinsel“, in der Praxisschulungen für Ofenbauer stattfinden. Auch für Schlafplätze in berghüttenähnlichen Matratzenlagern ist dort gesorgt. Am Standort Eggenfelden sind allein in der Entwicklung und im Vertrieb rund 130 Mitarbeiter beschäftigt.

Bild: Der Kaminofen als Markenzeichen der Ulrich Brunner GmbH. Einblicke in das Unternehmen gewannen die Wirtschaftsjunioren bei einem Betriebsbesuch.