Betriebsbesichtigung bei frischli Milchwerke GmbH & Co. Huber oHG

Eggenfelden, 06.03.2018

2018 Frischli

Das frischli Milchwerk in Eggenfelden gehört europaweit zu den größten Produzenten von Kaffeesahne-Portionen. Die Herstellung von Milchpulver ist ein weiteres wichtiges Standbein. Von den Fertigungsprozessen im Werk konnten sich gut 30 Wirtschaftsjunioren Rottal-Inn bei einem Betriebsbesuch ein Bild machen.

Zweimal täglich, an sieben Tage der Woche liefern die umliegenden Landwirte Milch ins Werk – insgesamt werden pro Tag 310.000 Liter Milch verarbeitet. „Jede Lieferung wird geprüft“, erklärte Betriebsleiter Erwin Stummer, der die Gruppe zusammen mit Produktionsmitarbeiter Martin Wagner führte. „Bereits beim Landwirt nehmen wir eine erste Probe, die mit einem Schnelltest auf der Fahrt ins Werk untersucht wird.“ In der Molkerei wird die Milch unter anderem zu Kaffeesahne verarbeitet. Pro Tag verlassen 7,8 Millionen Cups das Werk, sie gehen nach ganz Europa, aber auch in Länder wie Vietnam und Südafrika. Die Besuchergruppe konnte bei den vollautomatisierten Fertigungsanlagen beobachten, wie aus Plastikfolie Portionsbecher geformt, mit Kaffeesahne befüllt und anschließend verschlossen und verpackt werden. Die Herstellung von täglich 24 Tonnen Milchpulver, das in der Schokoladenindustrie zum Einsatz kommt, rundet das Produktportfolio ab.

1996 wurde die Molkerei Huber von frischli übernommen. Mit rund 100 Mitarbeitern ist Eggenfelden der kleinste der insgesamt drei frischli Milchwerke in Deutschland.

Bild: Pro Sekunde werden 105 Kaffeesahne-Cups hergestellt – das beeindruckte die Besuchergruppe der Wirtschaftsjunioren.


Vortrag „Betriebsrente (BRSG) 2018 – Neue Chancen und Pflichten für die Arbeitgeber“

Eggenfelden, 01.02.2018

2018 Betriebsrente

Im Zuge vieler Änderungen bei der betrieblichen Altersversorgung zum Jahreswechsel luden die Wirtschaftsjunioren Rottal-Inn zu einer Vortragsveranstaltung in der VR-Bank Rottal-Inn eG in Eggenfelden ein. Herr Ulrich Beeger, Rechtsanwalt und Leiter der Mitgliederberatung des Industrie-Pensions-Verein e.V., referierte über das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz, mit dem der Gesetzgeber die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung stärken möchte. Neu ist, dass Arbeitgeber für die zugesagten Leistungen nicht mehr einstehen müssen – laut Beeger ein klarer Vorteil. Allerdings gelte dies nur bei Tarifbindung. Daher komme das neue Rentenmodell am Ende dort, wo es ausgebaut werden soll, nämlich bei den kleinen und mittleren Unternehmen, nur schwer an, gibt der Referent zu bedenken. Weitere wichtige Neuerungen wie die Förderung bei Geringverdienern, Optionssysteme und die Weitergabe der Sozialversicherungs-Ersparnisse bei der Entgeltumwandlung wurden den Wirtschaftsjunioren anschaulich und praxisnah vermittelt. Abschließend betonte Beeger die mittelbaren Auswirkungen auf die bereits bestehende Altersversorgung, die Arbeitgeber und Berater, insbesondere nach Ablauf der Übergangsfristen 2019 und 2022, zu beachten hätten.

Bild: Die Initiatoren der Veranstaltung David Unrein (1.v.l) und Viktor Klapper (3.v.l) bedankten sich bei Ulrich Beeger (Mitte) mit einem kleinen Präsent.